Die weiße Spinnmilben ist einer der häufigsten und schädlichsten Schädlinge im Cannabisanbau. Sie verursacht Stress für die Pflanzen und mindert die Qualität der Ernte erheblich, manchmal sogar bis zur vollständigen Zerstörung der Ernte. Die Bekämpfung dieses Schädlings ist eine Herausforderung, weshalb es wichtig ist, seine Eigenschaften, Symptome sowie Methoden zur Eliminierung und Vorbeugung zu verstehen, um ein gesundes Wachstum zu gewährleisten.
Was ist die weiße Spinnmilben?
Die weiße Spinnmilben, oder Polyphagotarsonemus latus, ist eine mikroskopisch kleine Milbe, die sich von Pflanzenzellen ernährt. Obwohl sie ein winziger Schädling ist, macht sie ihre Fähigkeit, sich schnell zu vermehren und eine Vielzahl von Pflanzen zu befallen, zu einer signifikanten Bedrohung. Sie befällt nicht nur Cannabis, sondern auch andere Pflanzen wie Apfelbäume und Weinreben.
Dieser Schädling versteckt sich auf der Unterseite von Blättern, wo er seine Eier legt, weshalb er mit bloßem Auge schwer zu erkennen ist. Daher wird er als stiller Schädling betrachtet. Er hinterlässt beim Fressen eine giftige Substanz, die Verformungen und ein verzögertes Pflanzenwachstum verursacht.
Im Allgemeinen befindet sich dieser Schädling in der oberen Pflanzenschicht, wo sich die neuesten Triebe befinden.
Eigenschaften der weißen Spinnenmilbe
Die Identifizierung der weißen Spinnmilben und schnelles Handeln sind entscheidend. Hier sind einige der Hauptmerkmale dieses Schädlings:
- Größe: Weibchen sind etwa 0,2 mm groß, Männchen ca. 0,1 mm, was eine Lupe zur genauen Beobachtung erforderlich macht.
- Schnelle Vermehrung: Besonders in warmen, feuchten Umgebungen legen sie Hunderte von Eiern pro Lebenszyklus.
- Weit verbreitet: Weiße Spinnmilben können nahegelegene Pflanzen befallen, wenn sie nicht kontrolliert werden.
Weiße Spinnmilben und Cannabis
Weiße Spinnmilben stellen eine große Gefahr für Cannabispflanzen dar, indem sie den Pflanzensaft aus den Blättern saugen, die Pflanzen schwächen und das Wachstum verlangsamen. Ein Befall führt zu einem erheblichen Qualitäts- und Ertragsverlust, da befallene Blätter ihre Fähigkeit zur Photosynthese erheblich verlieren.
Symptome eines Befalls mit weißen Spinnmilben bei Cannabis
Das frühe Erkennen von Symptomen weißer Spinnmilben ist entscheidend, um schweren Schaden zu verhindern. Achten Sie auf folgende Anzeichen:
- Verfärbung der Blätter: Kleine gelbe oder weiße Punkte durch Saftentzug; Blätter und Stängel können gelb werden.
- Blattkräuselung: Blätter können sich deformieren und einrollen, ein klares Stresssymptom des Befalls.
- Verlangsamtes Wachstum: Befallene Pflanzen wachsen langsamer aufgrund von Nährstoffverlust.
- Feine Netze: In schweren Fällen sind feine Netze auf der Blattunterseite sichtbar, oft mit erkennbaren Milben und Eiern.
- Nasse, glänzende Blätter: Blüten können braun werden und mit der Zeit faulen.
Die frühe Erkennung dieser Symptome ist entscheidend, um sofortige Maßnahmen zu ergreifen und die Ausbreitung der Milben auf andere Pflanzen zu verhindern.
Wie entfernt man weiße Spinnmilben aus Ihrem Anbau?
Die Bekämpfung der weißen Spinnmilben kann schwierig sein, aber folgende Methoden können helfen:
Befallene Bereiche entfernen
Entfernen Sie zunächst alle Blätter oder Blüten, die Milben oder Eier enthalten, um einen großen Teil der Schädlinge sofort zu eliminieren. Nach dem Entfernen der befallenen Bereiche sollten Sie die Umgebung gründlich reinigen, um weitere Schäden zu minimieren und die Ausbreitung zu verhindern.
Neemöl
Nachdem Sie die befallenen Bereiche behandelt haben, sollten Sie den Rest der Pflanze mit einem Produkt wie Neem Boom besprühen, um verbleibende Milben oder Eier zu entfernen. Neemöl ist besonders beliebt, da es die Schädlinge tötet, ohne Rückstände zu hinterlassen, die beim Konsum der Pflanze schädlich sein können.
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Dieses Öl ist sehr einfach anzuwenden. Befüllen Sie den Sprühbehälter entsprechend den Anweisungen auf der Flasche und tragen Sie es auf die befallenen Bereiche der Pflanze auf. Vermeiden Sie es, direkt auf die Blüten zu sprühen, wann immer möglich.
Beobachten Sie die Pflanze 1-2 Tage lang, bevor Sie das Öl erneut auftragen. Bei schwerem Befall kann es täglich angewendet werden, wobei zu beachten ist, dass dies die Pflanzen zusätzlich belastet.


