Beim Konsum von Cannabis, besonders in hohen Dosen oder ohne viel Erfahrung, kann es zu einer unerwünschten Reaktion kommen, die als “Green Out” oder “White-out” bekannt ist. Dieser Begriff beschreibt eine Reihe unangenehmer Symptome wie Schwindel, Schwitzen, Übelkeit und Angst, die beängstigend sein können, obwohl sie normalerweise kein ernstes Gesundheitsrisiko darstellen. In diesem Artikel erklären wir, was ein Green Out ist, die Symptome und warum er auftritt.
Was ist ein “Green Out” beim Cannabiskonsum?
Ein “Green Out” ist ein gängiger Begriff, der im Kontext des Cannabiskonsums verwendet wird, um eine unangenehme, negative Reaktion zu beschreiben. Dieser Zustand kann beängstigend wirken, ist jedoch in der Regel vorübergehend. Es handelt sich um eine Kombination aus körperlichen und emotionalen Symptomen, die den Konsumenten beunruhigen können. Diese Reaktion tritt meist auf, wenn mehr Cannabis konsumiert wird, als der Körper vertragen kann, insbesondere bei neuen Konsumenten oder hohen Dosen ohne entsprechende Toleranz.
Symptome eines “Green Outs”
Die Symptome eines Green Outs können unterschiedlich sein, umfassen aber in der Regel eine Mischung aus physischen und psychologischen Effekten. Hier sind die häufigsten Symptome:
- Blässe der Haut: Eines der ersten Anzeichen eines „Weißflashs“ ist, dass die Person sichtbar blass wird. Dies liegt an einer vorübergehenden Verringerung der Durchblutung und einer Reaktion des Körpers auf THC.
- Schwindel oder Ohnmachtsgefühl: Betroffene haben oft das Gefühl, dass sie „wegkippen“, begleitet von Schwindel oder einem Drehgefühl, was dazu führen kann, dass sie sich desorientiert fühlen oder Schwierigkeiten haben, aufrecht zu stehen.
- Übelkeit und kalter Schweiß: Viele Menschen, die einen „Weißflash“ erleben, verspüren Übelkeit und kalten Schweiß, insbesondere im oberen Körperbereich. Dies kann von einem allgemeinen Unwohlsein oder von Angstgefühlen begleitet sein.
- Zittern und erhöhter Herzschlag: In einigen Fällen können die Betroffenen Zittern oder eine erhöhte Herzfrequenz erleben, was auf eine Überlastung des sympathischen Nervensystems durch den Konsum großer Mengen an THC zurückzuführen ist.
Diese Symptome dauern in der Regel zwischen 15 und 60 Minuten, wobei die Dauer je nach Person und Dosis variieren kann. Ein Green Out stellt normalerweise kein ernstes Risiko dar, kann jedoch sehr unangenehm und beunruhigend sein.

Warum tritt ein “Green Out” auf?
Ein Green Out entsteht hauptsächlich durch übermäßigen Konsum von THC, dem Hauptwirkstoff in Cannabis. Typische Ursachen dafür sind:
1. Übermäßiger Konsum von THC
Die häufigste Ursache für einen „Weißflash“ ist der Konsum einer THC-Dosis, die zu hoch für die individuelle Toleranz der Person ist. THC beeinflusst das zentrale Nervensystem und kann Effekte wie Schwindel, Veränderungen des Blutdrucks und der Durchblutung hervorrufen. Bei einer hohen THC-Menge können diese Effekte besonders intensiv auftreten.
2. Niedrige Toleranz gegenüber Cannabis
Personen, die nicht daran gewöhnt sind, Cannabis zu konsumieren, insbesondere Anfänger, haben eine niedrigere Toleranz gegenüber THC. Das bedeutet, dass selbst geringe Mengen unerwünschte Wirkungen wie die Symptome eines „Weißflashs“ hervorrufen können. Mit zunehmendem Konsum von Cannabis kann die Toleranz steigen, wodurch die Wahrscheinlichkeit eines Weißflashs verringert wird.
3. Niedriger Blutdruck
THC hat die Fähigkeit, die Blutgefäße zu erweitern, was den Blutdruck vorübergehend senken kann. Wenn eine Person von Natur aus einen niedrigen Blutdruck hat, kann diese Erweiterung stärker ausgeprägt sein, was zu Schwindel und einem Ohnmachtsgefühl führen kann – typische Symptome eines „Weißflashs“.
4. Konsum auf nüchternen Magen
Der Konsum von Cannabis auf nüchternen Magen kann die Wahrscheinlichkeit eines Weißflashs erhöhen. Das liegt daran, dass die fehlende Nahrung im Körper die Wirkung von THC verstärken und zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels führen kann, wodurch die Person sich schwindelig oder schwach fühlt.
5. Angst oder Stress
Bei einigen Personen, insbesondere bei denen, die anfällig für Angstzustände sind, kann der Konsum von Cannabis die Angst verstärken. Dies kann die Anfälligkeit für Nebenwirkungen wie einen Weißflash erhöhen. Angstzustände können die Symptome von Schwindel und Blässe verstärken, was dazu führt, dass sich die betroffene Person noch schlechter fühlt.
Was tun bei einem “Green Out”?
Falls Sie einen Weißen erleben, sind hier einige Tipps, um damit umzugehen:
- Ruhig bleiben und entspannen: Denken Sie daran, dass der Weiße bald vorübergeht. Bleiben Sie ruhig und atmen Sie tief durch.
- Einen bequemen Platz finden: Setzen oder legen Sie sich an einem sicheren und bequemen Ort hin. Vermeiden Sie schnelle Bewegungen, um Schwindel zu vermeiden.
- Etwas Süßes essen: Der Konsum von etwas Süßem kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen und einige der Symptome zu lindern.
- Hydrieren: Wasser trinken hilft, den Körper in Balance zu halten und die Mundtrockenheit zu lindern, die oft mit Cannabiskonsum einhergeht.
- Ablenken: Entspannte Musik hören oder mit einer vertrauten Person sprechen kann dabei helfen, sich von den Symptomen abzulenken.
- Tief durchatmen: Kontrolliertes, tiefes Atmen kann helfen, die Angst und das Unwohlsein zu reduzieren.

Wie kann man einen ‚Green Out‚ vermeiden?
Obwohl ein green out in der Regel nicht gefährlich ist, lässt er sich mit einigen Vorsichtsmaßnahmen vermeiden:
1. Mit kleinen Dosen beginnen
Wenn Sie neu im Cannabiskonsum sind oder eine geringe Toleranz haben, sollten Sie mit kleinen Dosen beginnen, um einen THC-Überschuss zu vermeiden. Die Menge kann schrittweise erhöht werden, sobald Sie sich mit den Effekten vertraut gemacht haben. Alternativ können Sie Sorten verwenden, die aus CBD-reichen Samen stammen, um die positiven Effekte von CBD ohne die psychoaktiven Wirkungen zu genießen.
2. Nicht auf nüchternen Magen rauchen
Der Konsum von Cannabis auf nüchternen Magen erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Weißflashs. Achten Sie darauf, vor dem Rauchen etwas zu essen, insbesondere wenn es die erste Konsumeinheit des Tages ist.
3. Ausreichend hydratisiert bleiben
Ein angemessener Flüssigkeitshaushalt ist vor und während des Konsums von Cannabis wichtig. Da Cannabis Mundtrockenheit und Veränderungen im Flüssigkeitshaushalt verursachen kann, hilft das Trinken von Wasser, einige der Nebenwirkungen eines Weißflashs zu verhindern.
4. Angst kontrollieren
Für Personen, die anfällig für Angstzustände sind, ist es hilfreich, eine entspannte und angenehme Umgebung zu schaffen. Dies kann dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit eines Weißflashs durch eine emotionale Reaktion zu verringern.
5. Pausen zwischen den Konsumeinheiten einlegen
Wenn Sie in kurzer Zeit mehrmals rauchen, ist es wichtig, Pausen zwischen den Sessions einzulegen, damit der Körper das THC verarbeiten kann. Dies hilft, einen übermäßigen Konsum zu vermeiden, der einen Weißflash auslösen könnte.
Ein Green Out ist eine häufige, jedoch vorübergehende Reaktion. Mit diesen Tipps können Sie das Risiko, eine solche Erfahrung zu machen, deutlich reduzieren.


