Der Mehltaupilz ist ein weit verbreiteter Schädling, der Cannabispflanzen befällt und schwerwiegende, irreversible Schäden verursachen kann. Er zeichnet sich durch sein auffälliges Erscheinungsbild aus – ein weißlicher Belag, der Blätter, Stängel und sogar Blüten überzieht. Ohne rechtzeitige Gegenmaßnahmen breitet sich der Pilz rasch aus, wodurch die Blätter vergilben und sich kräuseln.
Was ist echter Mehltau?
Echter Mehltau ist eine parasitäre Pilzart, die zur Familie der Erisifaceae gehört. Er befällt eine Vielzahl von Pflanzen, insbesondere landwirtschaftliche, Zier- und Obstkulturen. Er gilt als ektoparasitärer Pilz, da er nicht tief in das Pflanzengewebe eindringt, sondern mit speziellen Strukturen, sogenannten Haustorien, Nährstoffe aus den oberflächlichen Zellen entzieht.
Wie er sich ausbreitet
Dieser Pilz vermehrt sich durch Sporen, die sich durch die Luft, durch Kontakt oder von Pflanze zu Pflanze ausbreiten. Das macht ihn besonders ansteckend, denn wenn eine infizierte Pflanze in den Anbau gelangt, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Krankheit schnell auf andere ausweitet. Seine Lieblingsjahreszeit ist der Frühling, während er im Sommer meist verschwindet. Das Hauptproblem beim echten Mehltau ist, dass er sehr widerstandsfähig ist und, sobald er auftaucht, schwer zu beseitigen ist. Er muss kontinuierlich bis zur Ernte behandelt werden.

Wie erkennt man den Mehltaupilz?
Der Mehltaupilz lässt sich mit bloßem Auge erkennen, daher lohnt es sich, die Pflanze regelmäßig zu überprüfen, da dieser Pilz jährlich auftreten kann – man sollte also nie unachtsam sein. Das Problem ist, dass man, wenn der Pilz sichtbar ist, bereits Tausende oder Millionen von Sporen auf den Pflanzen hat.
Am Anfang sieht der Befall aus wie kleine weiße Flecken, die an Asche oder Staub erinnern – in Wirklichkeit sind es Sporen. Unter dem Mikroskop erkennt man sogenannte Konidien – also Sporen –, die weiß und haarartig sind und etwas an Gras erinnern. Echter Mehltau kann leicht mit einem anderen Pilz verwechselt werden, der Cannabis häufig befällt: Falscher Mehltau (Peronospora). Dieser tritt meist auf der Unterseite der Blätter auf und benötigt extremere Bedingungen. Im Folgenden zeigen wir die wichtigsten Unterschiede zwischen echtem und falschem Mehltaupilz.
| Merkmal | Echter Mehltau | Falscher Mehltau |
|---|---|---|
| Pathogen | Pilz der Klasse Ascomycota (Gattung Erysiphe, Podosphaera usw.) | Pilz oder Oomycet der Klasse Oomycota (Gattung Plasmopara, Peronospora usw.) |
| Aussehen | Weißlicher oder grauer Belag auf Blättern, Stängeln und Früchten. | Gelbliche oder ölige Flecken auf der Blattoberseite und weißer oder grauer Schimmel auf der Unterseite. |
| Bevorzugte Bedingungen | Hohe Luftfeuchtigkeit (50–70 %) und moderate Temperaturen (15–25 °C). Kein freies Wasser erforderlich. | Hohe Luftfeuchtigkeit (80–100 %) und freies Wasser (Tau oder Regen). Temperaturen zwischen 10–20 °C. |
| Betroffene Pflanzenteile | Vor allem Blätter, Stängel, Blüten und junge Früchte. | Vor allem Blätter, teilweise auch Stängel oder Früchte. |
| Ausbreitung | Sporen durch Wind verbreitet. | Sporen durch Wasser und Wind verbreitet. |
| Schäden | Verringert die Photosynthese, schwächt die Pflanze und beeinträchtigt die Fruchtentwicklung. | Verursacht Blattnekrosen, Blattfall und im Extremfall das Absterben der Pflanze. |
| Vorbeugung | Verbesserte Belüftung, Rückschnitt und gezielte Fungizide (Schwefel, Triazole). | Bewässerungsmanagement, Entfernung infizierter Blätter und Fungizide (Kupfer, Phosphonate). |
Unterschiede zwischen echtem und falschem Mehltau.
Stirbt der Mehltaupilz beim Abschneiden der Pflanze?
Wenn Mehltau auf einer Pflanze entdeckt wird, ist es ratsam, die betroffenen Pflanzenteile so schnell wie möglich zu entfernen. Das bedeutet, infizierte Blätter, Blüten oder Zweige abzuschneiden. Wenn man früh genug handelt, kann man verhindern, dass sich der Pilz auf andere Teile der Pflanze (oder benachbarte Pflanzen) ausbreitet. Das Problem ist, dass man als Mikrorganismus nie ganz sicher sein kann, ob er vollständig entfernt wurde. Daher ist es ideal, zusätzlich ein geeignetes Fungizid zu verwenden.

Was passiert, wenn man Mehltau raucht?
Ein weiteres Problem bei einer Mehltau-Infektion in Cannabispflanzen ist, dass der Konsum befallener Blüten die Atemwege schädigen kann. Beim Rauchen fällt es nicht unbedingt auf – nur ein schärferer Geschmack –, aber wenn der Pilz in die Lunge gelangt, kann er Lungeninfektionen, Asthma und andere schwere Krankheiten verursachen.
Welche Vorsichtsmaßnahmen bei einem Mehltau-Befall?
Wenn dein Anbau von Mehltaupilz betroffen ist, solltest du nicht nur die befallenen Teile entfernen, sondern auch einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung zu verhindern.
- Trage jederzeit eine Maske, um keine Sporen einzuatmen.
- Verwende spezielle Kleidung für den Zugang zur Anbaufläche und wechsle sie beim Verlassen, um keine Sporen mitzunehmen.
- Wasche deine Hände gründlich nach dem Umgang mit den Pflanzen.
- Lass keine anderen Personen die Anbaufläche betreten.
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Wie wird man Mehltaupilz endgültig los?
Es gibt verschiedene Strategien, die wir anwenden sollten, um den Mehltau zu beseitigen, bevor er unsere Pflanzen zerstört.

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Temperatur kontrollieren
Der erste Schritt ist die Temperaturkontrolle, denn Mehltau gedeiht am besten bei 15–30 °C. Ab 35 °C beginnt er zurückzugehen, da hohe Temperaturen die Sporen zerstören. Unter 5 °C wird das Wachstum ebenfalls gehemmt, wobei echter Mehltau im Winter im Ruhezustand verbleiben kann und auf günstigere Bedingungen wartet.
Luftfeuchtigkeit kontrollieren
Feuchtigkeit ist ein entscheidender Faktor für das Wachstum von Pilzen im Allgemeinen, auch für Mehltau. Um seine Ausbreitung zu verhindern, sollte man auf Sprühbewässerung verzichten und direkt in die Erde gießen, um feuchte Blätter zu vermeiden.
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Belüftung verbessern
Auch die Luftzirkulation im Anbauraum ist wichtig, um Mehltau zu verhindern. Die Pflanzen sollten mit ausreichend Abstand und Luftzirkulation wachsen. Das gilt besonders für Gewächshaus- oder Indoor-Kulturen, die durch mangelnde Belüftung anfälliger für Pilzbefall sind.
Insektizide und Fungizide verwenden
Wenn Mehltaupilz auftritt, ist der Einsatz eines Fungizids sehr empfehlenswert. Es gibt auch natürliche Mittel, die sehr wirksam sein können, wie Schwefel, Natron, Kaliseife, Propolis oder Ackerschachtelhalm.
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Natürliche Mittel gegen Mehltaupilz
Dies sind die natürlichen Produkte, die am besten gegen Mehltau wirken. Sie können auch vorbeugend eingesetzt werden – zusammen mit den bereits erwähnten Maßnahmen.
Ackerschachtelhalm
Er ist reich an Silizium, das die Pflanzenstruktur stärkt und die Pflanze widerstandsfähiger gegen Schädlinge macht. 100 g frische Pflanze in 1 Liter Wasser 20 Minuten kochen, abkühlen lassen und abseihen. Im Verhältnis 1:5 verdünnen und bei Befall wöchentlich aufsprühen, zur Vorbeugung alle zwei Wochen.

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Schwefel
Direkt auf die Pflanzen stäuben oder mit Wasser mischen. Nicht bei über 30 °C anwenden, um Verbrennungen zu vermeiden.
Kupfer
Kupferverbindungen wie Kupferoxychlorid oder Kupfersulfat werden häufig zur Bekämpfung von Pilzinfektionen eingesetzt. Die Anwendung erfolgt gemäß den Herstellerangaben.
Kaliseife
Insektizid und Fungizid. 10–20 ml Seife pro Liter Wasser mischen und einmal wöchentlich direkt aufsprühen.
Propolis
Dieses von Bienen hergestellte Produkt stärkt die Pflanze und hat zugleich pilzhemmende Eigenschaften. 1–2 ml Propolis-Extrakt in 1 Liter Wasser verdünnen und einmal pro Woche aufsprühen.
Natriumbicarbonat
Es verändert den pH-Wert der Blattoberfläche und verhindert so das Wachstum des Pilzes. 1 Teelöffel Natron in 1 Liter Wasser auflösen und wöchentlich aufsprühen.
Knoblauchtee
Knoblauch hat dank des Wirkstoffs Allicin natürliche pilzhemmende Eigenschaften. 5–6 Knoblauchzehen zerdrücken und in 1 Liter Wasser 10 Minuten kochen, abkühlen lassen und abseihen. Alle 5–7 Tage auf die betroffenen Blätter sprühen.
Wasserstoffperoxid
Wasserstoffperoxid bekämpft Mehltaupilz, indem es die Pilzzellen oxidiert und die Sporen auf der Blattoberfläche zerstört. 1 Teil 3%iges Wasserstoffperoxid mit 4 Teilen Wasser mischen (z. B. 250 ml Peroxid auf 1 Liter Wasser). Bei höher konzentriertem Peroxid (6% oder mehr) noch stärker verdünnen, um die Pflanze nicht zu schädigen. In eine saubere Sprühflasche füllen und alle 3 Tage anwenden, bis der Pilz verschwunden ist.
Neben diesen natürlichen Mitteln gibt es auch spezielle Präparate zur Bekämpfung von Mehltau. Viele davon basieren auf natürlichen Inhaltsstoffen und sind sehr wirksam.


