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Die Photoperiode bei Cannabis: Ein einfacher Leitfaden zum Verständnis der Lichtstunden

Die Photoperiode ist eines der wichtigsten Konzepte für alle, die Cannabis im Innen- oder Außenbereich anbauen. Wenn Sie verstehen, wie Licht- und Dunkelphasen funktionieren, wissen Sie genau, wann die Pflanze wächst, wann sie in die Blüte übergeht und wie Sie ihre Entwicklung gezielt steuern können. In diesem Leitfaden erfahren Sie, was die Photoperiode (photoperiod) ist, wie Sie sie korrekt anwenden und welche Lichtzyklen je nach Pflanzentyp und Erfahrung am besten geeignet sind – auch wenn Sie gerade erst mit dem Anbau beginnen.

Was ist die Photoperiode und warum beeinflusst sie Cannabis?

Die Photoperiode beschreibt das Verhältnis zwischen Lichtstunden und Dunkelstunden, das eine Pflanze täglich erhält. Cannabis „misst“ nicht nur die Lichtmenge, sondern vor allem die Dauer der Nacht: Wenn die Dunkelphase länger wird, signalisiert dies der Pflanze den Beginn der Blütephase.

Die Dauer der Sonneneinstrahlung beeinflusst das Blattwachstum und die Ausrichtung der Pflanze. Darüber hinaus wirkt sie sich auf zentrale Prozesse wie Keimung und Blütenbildung aus. Die Photoperiode, die üblicherweise mit Pflanzen in Verbindung gebracht wird, spielt auch im Tierreich eine Rolle, da sie Fortpflanzung und Brutverhalten beeinflussen kann.

Beim Outdoor-Anbau wird die Photoperiode durch die natürlichen Jahreszeiten bestimmt. Im Indoor-Grow hingegen kontrollieren Sie die Photoperiode selbst – in der Regel mithilfe einer Zeitschaltuhr.

Cannabis-Anbau im Freien mit kräftigen Pflanzen in voller Blüte, gleichmäßige Entwicklung und zahlreiche Blüten unter natürlichem Licht

Photoperiode im Jahresverlauf

Im Freien variieren die Tageslichtstunden von Monat zu Monat und bestimmen die jeweilige Entwicklungsphase der Pflanze. Bei langen Tagen (Frühling und Frühsommer) befindet sich die Pflanze im Wachstum; wenn die Tage kürzer werden (Spätsommer), beginnt sie auf natürliche Weise mit der Blüte. In Deutschland starten viele photoperiodische Cannabissorten daher meist zwischen August und September in die Blütephase – ganz ohne Ihr Zutun.

Natürliche Photoperiode in Deutschland (Richtwerte)
MonatLichtstundenTypische PhaseEmpfehlung
Mai14–15 hWachstumUmtopfen und Training
Juni15–16 hMaximales WachstumOptimale Entwicklung fördern
August13–14 hBlütebeginnStretch-Phase beobachten
Oktober<12 hFortgeschrittene BlüteLuftfeuchtigkeit kontrollieren

Photoperiode im Indoor-Anbau: ideal für Einsteiger

Der Indoor-Anbau bietet einen entscheidenden Vorteil: Sie bestimmen selbst, wie viele Lichtstunden Ihre Pflanze erhält. So können Sie Größe, Wachstumsgeschwindigkeit und Blütezeitpunkt präzise steuern.

Die gängigsten Lichtzyklen bei der Photoperiode

  • 18/6 (18 h Licht / 6 h Dunkelheit): Standardzyklus für die Wachstumsphase.
  • 20/4: Schnelleres Wachstum, jedoch höherer Stromverbrauch.
  • 12/12: Zyklus zur Einleitung der Blüte bei photoperiodischen Sorten.

Empfohlene Photoperiode je nach Phase

Photoperiode nach Phase und Ziel
PhasePhotoperiodeZiel
Wachstum18/6Aufbau von Ästen und stabiler Struktur
Intensives Wachstum20/4Mehr Vitalität (höherer Energieverbrauch)
Blüte12/12Blüten- und Harzbildung aktivieren

Betrachten Sie diese Photoperioden-Zyklen wie „Befehle“ an Ihre Pflanze – ähnlich wie das Umschalten zwischen verschiedenen Betriebsmodi: Wachstumsmodus oder Blütemodus.

Häufige Fehler bei der Anwendung der Photoperiode (photoperiod)

Erhält eine Pflanze die richtige Photoperiode (photoperiod), entwickelt sie sich problemlos. Ist der Lichtzyklus jedoch falsch eingestellt, kann es zu Stress, verzögerter Blüte oder sogar zu Anzeichen von Hermaphroditismus kommen. Zu den häufigsten Fehlern zählen:

  • Lichtlecks während des 12/12-Zyklus: Die Pflanzen „denken“, es sei Sonnenaufgang, und geraten aus dem Rhythmus. Decken Sie Schlitze, Displays oder LEDs im Grow-Zelt sorgfältig ab.
  • Zu früher Wechsel auf 12/12: Die Pflanze hat noch keine stabile Struktur entwickelt und bildet kleinere Blüten.
  • Die Dunkelphase „nur kurz“ unterbrechen: In der Blüte zählt jede Minute unerwünschtes Licht. Die Dunkelheit muss vollständig und ohne Unterbrechung sein.

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Photoperiode je nach Pflanzentyp

Nicht alle Pflanzen reagieren gleich auf die Photoperiode. Wenn Sie die Genetik kennen, können Sie den passenden Lichtzyklus optimal anwenden.

Photoperiodische Pflanzen (feminisiert)

Diese Pflanzen sind von der Photoperiode abhängig und benötigen eine Umstellung des Lichtzyklus, um zu blühen. Sie wachsen unter 18/6 und beginnen erst bei 12/12 mit der Blüte. Dadurch haben Sie volle Kontrolle über Höhe, Struktur und Dauer des gesamten Grow-Zyklus.

Autoflowering-Pflanzen

Autoflowering-Sorten sind nicht von der Photoperiode abhängig und daher besonders einsteigerfreundlich, da sie schnell und unkompliziert sind. Sie blühen abhängig vom Alter, erzielen jedoch die besten Ergebnisse mit 18/6 oder 20/4 während des gesamten Zyklus.

Vergleich der Photoperiode nach Genetik
GenetikAbhängig von der Photoperiode?Empfohlene PhotoperiodeIdeal für…
PhotoperiodischJa18/6 → 12/12Maximale Kontrolle im Anbau
AutofloweringNein18/6 oder 20/4Schnelle und einfache Grows
MutterpflanzenJaKonstant 18/6Ganzjährig Stecklinge schneiden

Photoperiode Schritt für Schritt richtig einstellen

  • Schritt 1: Zeitschaltuhr einstellen: Sie ist Ihr wichtigstes Werkzeug. Eine digitale Zeitschaltuhr ist präziser, aber auch eine analoge funktioniert für Einsteiger. Grundregel: Nach der Einstellung sollten Sie die Zeiten nicht täglich verändern. Stabilität ist entscheidend.
  • Schritt 2: Absolute Dunkelheit während 12/12 gewährleisten: In der Blüte benötigen Pflanzen eine ununterbrochene Nachtphase. Vermeiden Sie leuchtende Displays, Lichtschlitze oder das Öffnen des Grow-Zeltes während der Dunkelphase. Dies ist eine der häufigsten Stressursachen bei Anfängern.
  • Schritt 3: Wann auf 12/12 umstellen: Eine einfache Orientierung: Wechseln Sie zu 12/12, wenn die Pflanze eine stabile Struktur entwickelt hat. In den meisten kleinen Growboxen ist das bei einer Höhe von etwa 25–40 cm der Fall.

Photoperiode, Ertrag und Energieeffizienz

Eine korrekt eingestellte Photoperiode verbessert nicht nur die Pflanzengesundheit, sondern optimiert auch den Ertrag und senkt den Stromverbrauch – insbesondere für Grower, die im Indoor-Bereich mit LED-Growlampen arbeiten.

Die richtige Photoperiode je nach Ziel
ZielPhotoperiodeVorteilGeeignet für
Energie sparen18/6Geringerer StromverbrauchEinsteiger
Maximales Wachstum20/4Sehr kräftige PflanzenFortgeschrittene Grower
Höhenkontrolle12/12 ab KeimungKompakte PflanzenKleine Räume
Einfacher Anbau18/6 → 12/12Zuverlässige ErgebnisseAlle Erfahrungsstufen
  • Ein stabiler Lichtzyklus fördert dichtere und harzreichere Blüten.
  • Mehr Lichtstunden bedeuten nicht automatisch höheren Ertrag – ab einem bestimmten Punkt lohnt sich der zusätzliche Energieaufwand nicht mehr.
  • 18/6 bietet für die meisten Grower das beste Verhältnis zwischen Ertrag und Effizienz.
Indoor-Cannabispflanze unter LED-Growlicht mit violettem Spektrum, sichtbare Blüten in der Blütephase und kontrollierte Anbauumgebung

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Photoperiode (photoperiod) bei Cannabis

Was ist die Photoperiode bei Cannabis und warum ist sie wichtig?

Sie beschreibt das Verhältnis zwischen Licht- und Dunkelstunden, das die Pflanze erhält. Sie bestimmt Wachstum und Blütezeitpunkt und ist daher entscheidend für die Steuerung des gesamten Anbaus.

Wie viele Lichtstunden benötigt Cannabis in der Wachstumsphase?

Üblicherweise werden 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit verwendet. Dieser Zyklus fördert ein kräftiges vegetatives Wachstum und eine stabile Entwicklung.

Welche Photoperiode ist ideal für Autoflowering-Sorten?

Autoflowering-Pflanzen sind nicht von der Photoperiode abhängig, erzielen jedoch die besten Ergebnisse mit 18/6 oder 20/4 während des gesamten Zyklus.

Was passiert, wenn die Dunkelphase im 12/12-Zyklus unterbrochen wird?

Dies kann Stress verursachen, die Blüte verzögern oder sogar Hermaphroditismus auslösen. Eine vollständig unterbrechungsfreie Dunkelphase ist essenziell.

Kann im selben Grow-Zelt derselbe Lichtzyklus für alle Pflanzen verwendet werden?

Ja, sofern es sich um denselben Pflanzentyp handelt (autoflowering oder photoperiodisch). Bei gemischten Kulturen empfiehlt sich eine Trennung der Bereiche oder separate Beleuchtung.

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Erik Collado Vidal

Con más de 10 años de experiencia en la industria del cannabis, sus experiencias y aprendizaje son la base del éxito de GB The Green Brand.

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