Am 9. September verabschiedete der Ministerrat den Entwurf des neuen Anti-Tabak-Gesetzes, eine Gesetzgebung, die aufgrund zahlreicher Maßnahmen gegen das Rauchen einen bedeutenden Wandel darstellt und bei der Vapes oder auf Kräutern basierende Produkte reguliert werden. Um alle Änderungen zu verstehen, die dieses neue Anti-Tabak-Gesetz in Spanien mit sich bringen könnte, falls es weiter voranschreitet, solltest du dir unsere ausführliche Erklärung hier nicht entgehen lassen.
Welche Änderungen bringt das neue Anti-Tabak-Gesetz in Spanien 2025?
Der Ministerrat verabschiedete den Gesetzesentwurf, mit dem das Gesetz 28/2005 geändert wird, um den Schutz der öffentlichen Gesundheit zu verstärken. Ziel ist es, dieses Gesetz an die neuen Konsummuster und Produkte, die derzeit auf dem Markt existieren, anzupassen. Diese Reform ist Teil des Integrierten Plans zur Prävention und Kontrolle des Tabakkonsums 2024–2027.
Wann tritt das Anti-Tabak-Gesetz 2025 in Kraft?
Damit diese Regelung in Kraft treten kann, muss sie vom Legislativorgan bearbeitet werden, da sie im Abgeordnetenhaus sowie anschließend im Senat diskutiert, angenommen oder abgelehnt werden muss. Wenn beide Kammern zustimmen, wird das Gesetz vom König sanktioniert und verkündet. Danach wird es im Amtsblatt des Staates (BOE) veröffentlicht, einschließlich der Maßnahmen und des konkreten Inkrafttretensdatums.

Welche Änderungen bringt das neue Gesetz mit sich?
Zu den wichtigsten Änderungen, die die Verabschiedung des spanischen Anti-Tabak-Gesetzes mit sich bringen würde, gehören:
- Ausweitung der rauchfreien Zonen: Es ist verboten, auf Terrassen, in Schwimmbädern, Sportanlagen und bei Open-Air-Veranstaltungen zu rauchen oder zu vapen. Zudem wird ein Rauchverbot im Umkreis von 15 Metern um öffentliche Gebäude, Gesundheitszentren, Bildungseinrichtungen oder Kinderspielplätze eingeführt.
- Verbot des Konsums für Minderjährige, sowohl für Tabakprodukte als auch für verwandte Produkte, egal ob geraucht oder gedampft.
- Regelung von E-Zigaretten und Vapes: Der Verkauf von Einweg-E-Zigaretten wird verboten. Zudem werden alle E-Zigaretten (mit oder ohne Nikotin) den Tabakprodukten gleichgestellt. Dazu gehören auch Kräuterprodukte, Nikotinbeutel zum oralen Gebrauch sowie Geräte zum Verdampfen oder Inhalieren (wie Shishas).
- Auch Dienstfahrzeuge gelten als Arbeitsplatz, wodurch Rauchen in diesen Fahrzeugen nicht mehr gestattet ist.
- Vollständiges Verbot von Werbung und Sponsoring oder jeglicher kommerzieller Kommunikation über Tabakprodukte und verwandte Erzeugnisse, auch in digitalen Medien und im öffentlichen Raum.
- Wiedereinrichtung des Observatoriums zur Tabakprävention, um die öffentliche Gesundheitspolitik in diesem Bereich zu überwachen und zu koordinieren.
- Zudem arbeitet das Gesundheitsministerium an einem königlichen Dekret, das Aromastoffe in Vapes verbietet, um deren Nutzung zu reduzieren. Allerdings wird dies noch auf europäischer Ebene diskutiert, da einige Länder der Ansicht sind, dass dies dem Wettbewerb widersprechen könnte.
- Etikettierung und Produktinformationen, die Angaben zum Nikotingehalt und zu Produkteigenschaften enthalten müssen.
- Anwendung eines spezifischen Sanktionssystems, das bei Verstößen je nach Schwere finanzielle Strafen vorsieht sowie Verantwortlichkeiten für die Täter.
Was passiert mit den Raucherclubs?
Bisher hatten Raucherclubs, darunter auch Cannabis-Clubs, eine Ausnahmeregelung. Mit dem neuen Entwurf des Anti-Tabak-Gesetzes 2025 in Spanien wird diese neunte Zusatzbestimmung des Gesetzes 28/2005 aufgehoben, wodurch die Möglichkeit entfällt, dass Raucherclubs als private Räume fungieren, in denen Rauchen erlaubt ist. Damit gäbe es keine rechtliche Grundlage mehr für deren Betrieb.

Auswirkungen des neuen Entwurfs des Anti-Tabak-Gesetzes 2025 auf die CBD-Branche
Zu den zentralen Punkten dieser Reform, die die Cannabisbranche am stärksten betreffen könnten, gehören:
- Verkaufsstellen: CBD-Shops dürften nur noch in Tabakläden oder bestimmten Fachgeschäften verkaufen, nicht jedoch in Reformhäusern oder allgemeinen Einzelhandelsgeschäften.
- Verbot jeglicher Werbung, Promotion und Sponsoring in allen Medien, einschließlich sozialer Netzwerke oder durch Influencer.
- Paraphernalien würden in die Kategorie „verwandte Produkte“ fallen und unterlägen denselben Werbe- und Vermarktungsbeschränkungen.
Welche Folgen könnte dies für die Cannabisindustrie haben?
Mit anderen Worten: Wie könnte sich das auf die Cannabisbranche auswirken? Wichtige Aspekte sind:
| Aspekt | Folgen für die Cannabisindustrie |
|---|---|
| Überprüfung des Sortiments | Einweg-Vapes könnten verboten werden. Growshops müssten stärker auf wiederverwendbare/auffüllbare Geräte und regelkonforme Liquids/Kräuter setzen. |
| Rechtliche Vorgaben und Kontrollen | Strengere Alterskontrollen und Einschränkungen bei digitaler Werbung. Auch nikotinfreie Vape-Promotionen unterliegen schärferen Regeln. |
| Kommunikation und Beschilderung | In Shops und Clubs müssen Schilder und interne Protokolle verstärkt werden, um rauch- und dampffreie Zonen einzuhalten. |
| Juristische Anpassungen | Steigender Bedarf, Satzungen, Verträge und interne Richtlinien in Growshops und Vereinen anzupassen, um Sanktionen zu vermeiden. |
| Nachfrage und Konsumverhalten | Vaping im öffentlichen Raum verliert an Sichtbarkeit. Spontankäufe von Vapes könnten zurückgehen, während das Interesse an Kräutervaporizern oder privatem Konsum zunimmt. |
| Übergang und Fristen | Der Gesetzentwurf kann im Parlament noch geändert werden. Es wird eine Übergangsphase für Lagerbestände und Strategien geben. |
| Beratungsmöglichkeit | Growshops könnten sich als Informationsstellen etablieren, um Kunden zu erlaubtem Konsum, legalen Geräten und Best Practices zu beraten. |
In den kommenden Monaten bleibt abzuwarten, ob das neue Anti-Tabak-Gesetzes 2025 tatsächlich verabschiedet wird und welche konkreten Änderungen es mit sich bringt.


